Musterhaus stadt fellbach

Die Volkshochschule Unteres Remstal ist eine gemeinschaftliche Volkshochschule der Städte und Gemeinden Waiblingen, Fellbach, Weinstadt, Kernen und Korb. [13] Die Einwohnerzahl Fellbachs überschritt Anfang der 1950er Jahre die Grenze von 20.000, so dass die Stadt bereits mit Inkrafttreten der baden-württembergischen Gemeindeordnung am 1. April 1956 den Status einer Großen Kreisstadt erhielt. Die Stadt hat derzeit mehr als 46.000 Einwohner. 1121 wurde Fellbach erstmals urkundlich erwähnt als „Velbach“. 1357 tauchte der Name „Velebach“ und um 1800 „Fehlbach“ auf. Die Bedeutung des Namens ist nicht ganz geklärt, sie könnte aber von der „Felbe“ = Weidenbaum stammen. Über die Erbschaft mit Cannstatt kam der Ort an die Welfen, 1191 an die Staufer und wohl bereits 1199 an die Grafen von Grüningen, die 1291 von den Grafen von Württemberg abgelöst wurden. Mehrere Grundherren hatten in Fellbach Besitz, den das Haus Württemberg Zug um Zug aufkauft. Gegen Ende des Dreißigjährigen Kriegs hatte der Ort durch Kriegseinwirkungen nur noch 556 Einwohner. 1811 erhielt Fellbach Marktrechte.

Durch den Bau der Remsbahn kam im Jahre 1861 der Anschluss an das Netz der Württembergischen Eisenbahnen. Dies und die Nähe zu Stuttgart, der Hauptstadt des Königreichs Württemberg, förderte die Industrialisierung. Dadurch wuchs Fellbach bis 1931 auf über 10.000 Einwohner an und war zu jener Zeit die größte württembergische Landgemeinde. Zunächst gehörte die Gemeinde zum Oberamt Cannstatt. Nach dessen Auflösung 1923 kam Fellbach zum Oberamt Waiblingen, aus dem 1938 im Zuge der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg der Landkreis Waiblingen hervorging. Am 14. Oktober 1933 wurde die Landgemeinde Fellbach zur Stadt erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet Fellbach, das durch Luftangriffe zu 8 % zerstört worden war, in die Amerikanische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden. [4] 1952 gelangte Fellbach zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg. In den 1950er Jahren überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze.

Daher wurde Fellbach am 1. April 1956 zur Großen Kreisstadt im Landkreis Waiblingen ernannt. [5] Fellbachs bauliches Erscheinungsbild wird einerseits durch seine Vergangenheit als Weingärtnerdorf, andererseits durch die stürmische industrielle Entwicklung seit Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt, mit der sich der Ort entlang der früheren Landstraße zwischen Fellbach und Schmiden, der heutigen Bahnhofstraße, ausbreitete. In Alt-Fellbach, dem früheren Weingärtnerdorf am Fuße des Kappelbergs, dominieren noch bäuerliche Fachwerkhäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts das Gesamtbild. In der Unterstadt, vor allem im Bereich Bahnhof- und Cannstatter Straße, herrschen bürgerliche Stadthäuser des frühen 20. Jahrhunderts im Historismus und Jugendstil vor. Beispiele hierfür sind das Evangelische Vereinshaus, das frühere Gasthaus „Wolfsangel“ (jetzt ein italienisches Restaurant) sowie verschiedene Wohn- und Geschäftshäuser.